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Getreide und Ölsaaten

  markttipps

Mit moderaten Verlusten schlossen die Weizenkontrakte den Handel an der Matif. Der Frontmonat notierte ein Minus von 4,50 Euro/Tonne auf 208,25 Euro/Tonne. In Paris fanden die Maiskurse keine einheitliche Richtung. Der Raps konnte sich nicht von den schwachen Vorgaben der US-Märkte lösen und gab einheitlich nach. Sojaschrot hingegen konnte die Vorzeichen noch drehen und notierte leichte Gewinne.

Mit moderaten Verlusten schlossen die Weizenkontrakte den Handel an der Matif. Der Frontmonat notierte ein Minus von 4,50 Euro/Tonne auf 208,25 Euro/Tonne. In Chicago konnten die Futures den Abwärtstrend nicht stoppen und gaben weiter kräftig nach. Der Julikontrakt verbuchte einen Verlust von 12 $ US-Cent und kostet damit umgerechnet 198,68 Euro/Tonne.

 

Futter für die Bären sind vor allem die weiterhin sehr guten Ertragsaussichten in Kansas, die sich durch die Niederschläge der letzten Tage weite verbessert haben. Zeitgleich befürchten viele Händler, dass der Preisdruck durch Mitwettbewerber in den nächsten Wochen steigen könnte. In Australien wird mit einer weiteren Rekordernte in diesem Jahr gerechnet. Auch in Russland rechnen viele Analysten mit einer starken Weizensaison von 80,7 Mio. Tonnen. Sofern sich die Wetterbedingungen weiterhin verbessern könnten es sogar 83 Mio. Tonnen werden, so die Experten. Damit scheinen Versorgungsengpässe den Marktbeteiligten weniger Sorge zu bereiten. Nach Angaben des USDA beliefen sich die Exportzahlen für Weizen auf 573.912 Tonnen. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 109.055 Tonnen. Das Ergebnis der Vorwoche lag jedoch knappe 86.000 Tonnen darüber.

 

In Paris fanden die Maiskurse keine einheitliche Richtung. Der August konnte marginal zulegen, der Frontmonat musste den Handel mit Verlusten beenden. An der CBoT setzten sich sie beim gestrigen Handel die roten Vorzeichen durch. Der führende Monat notierte ein Verlust von 2,25 $ US-Cent auf 657,25 $ US-Cent. Erneute Niederschläge in den wichtigen Anbaugebieten der USA dämpften die bullische Stimmung. Besonders in Iowa, sowie Dakota und Wisconsin haben sich die Ertragsaussichten durch die Niederschläge wieder verbessert. Der Fortschritt der Aussaat lag in der letzten Woche bei 90 % und damit nur knapp unter den Erwartungen der Marktteilnehmer, die mit 91 % gerechnet hatten. Bis zum 20. Mai haben sich die Maisexporte auf 1,727 Mio. Tonnen summiert und liegen damit deutlich unter dem Wert der Vorwoche von 1,983 Mio. Tonnen.

 

Der Raps konnte sich nicht von den schwachen Vorgaben der US-Märkte lösen und gab einheitlich nach. Die EU-Kommission rechnet in diesem Jahr mit einer Soja-Anbaufläche von über 1 Mio. Hektar, was einem Plus von 9,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vor allem in Italien, Frankreich und Rumänien werden die Flächen deutlich ausgedehnt. Auch in Deutschland werden die Flächen ausgeweitet auf 37.000 Hektar, was ungefähr 14 % der gesamten Anbaufläche entspricht. Für die Sojabohne endete der gestrige Handel in der Verlustzone.

 

Sojaschrot hingegen konnte die Vorzeichen noch drehen und notierte leichte Gewinne. Verbesserte Ernteprognosen, als auch die schnelle Aussaat sorgten für Preisdruck an der Börse. Mittlerweile wurden rund 75 % der Flächen bestellt und liegt damit deutlich über dem Schnitt der letzten fünf Jahre von 54 %. Gerüchten zufolge versucht die chinesische Regierung die inländische Inflation zu stoppen, was sich vor allem negativ auf die Exportgeschäfte mit dem Reich der Mitte auswirken könnte. In der vergangenen Woche summierten sich die Exporte auf 193.912 Tonnen der Ölfrucht. Damit wurde sowohl das Ergebnis der Vorwoche (Minus 116.496 Tonnen), als auch das des Vorjahres (Minus 149.786 Tonnen) unterschritten.

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